Entstehungsgeschichte

 

Unter der Regie von Roger Corman tritt die US-amerikanische Horror-Komödie Kleiner Laden Voller Schrecken (englischer Originaltitel: The Little Shop of Horrors) 1960 als eine der erfolgreichsten B-Film Produktionen aller Zeiten in die Geschichte des Genres ein. Cormans Filmklassiker wird zum Kult-Musical Der Kleine Horrorladen (englischer Originaltitel: Little Shop of Horrors) adaptiert und als Off-Off-Broadway-Theaterproduktion 1982 uraufgeführt. Im selben Jahr noch zeigt sich sein Erfolg, und für fünf Jahre öffnet das Off-Broadway Orpheum Theatre in Manhattan für die schwarze Komödie seinen Vorhang. 

Der Kleine Horrorladen ist ein Kult-Musical des Komponisten Alan Menken und des Librettisten Howard Ashman. Menken gewann im Laufe seiner Karriere acht Oscars für seine Arbeit an Disney-Filmen, darunter Arielle, die Meerjungfrau, Die Schöne und das Biest, Aladdin, und Pocahontas. Die Musicals Die Schöne und das Biest, Der Glöckner von Notre Dame und Sister Act stammen ebenfalls von Menken. 

Der Kleine Horrorladen ist ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, darunter der New York Drama Critics Circle Award für das beste Musical. Zudem ist das Musical in die Geschichte des Off-Broadway Musicals als das am drittlängsten gespielte Musical und das Musical mit den größten Umsatzzahlen eingegangen. Menkens und Ashmans Musical wird 1986 von Frank Oz unter dem gleichnamigen Titel verfilmt. Der Film ist mehrfach ausgezeichnet und zeigt Steve Martin und Bill Murray. 

Bereits vier Jahre nach der Uraufführung war die deutschsprachige Erstaufführung in Wien. In Deutschland zählt das Stück zu den am häufigsten aufgeführten Musicals ohne festen Spielort. Die deutsche Übersetzung ist von Michael Kunze, aus dessen Feder auch das Musical Elisabeth stammt. Kunze äußert sich mit folgenden Worten zum Erfolg des Horror-Musicals: „Ob in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Wien oder Zürich, überall das gleiche Bild: Trauben von „Kids“ an der Theaterkasse, schrill gekleidet und in Partystimmung, ganz und gar nicht das typische deutsche Theaterpublikum. Viele kommen zum zweiten oder dritten Mal, haben ihre Freunde mitgebracht. Und längst kennt jeder den ungefähren Inhalt der Geschichte.“ 

Die Musik im amerikanischen Motown-Sound der 60er Jahre trägt ihren Teil zum Erfolg bei. Die Bandbreite der eingängigen Pop-Songs geht von romantischen Liebesballaden bis hin zu fetzigen und witzigen Nummern, in denen auch die zur Entstehungszeit des Films populäre Musik mit leichter Ironie aufgegriffen wird. Die Hits des Horror-Musicals sind „Grow For Me“, „Somewhere That’s Green“, „Suppertime“ und „Call Back in the Morning“ – sie haben mittlerweile in allen Altersklassen des Publikums Kultstatus erreicht.

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