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thorsten kieker regie

Regie & Künstlerische Leitung

Thorsten Kieker

Einst ein Fondsmanager einer deutschen Bank, hat Thorsten Kieker vor ein paar Jahren dem großen Geld den Rücken gekehrt. Dieser persönliche Hintergrund und der kapitalistische Bezug zu Geld und Reichtum spiegeln sich auch in Der Kleine Horrorladen wider. Allerdings ist Thorsten überzeugt davon, „dass es wichtiger ist, seinen Träumen zu folgen als dem großen Geld.“ Thorstens persönlicher Bezug zu Musicals entstand bereits früh. Der Kleine Horrorladen war das erste Musical, in dem er im Rahmen einen Schulaufführung aufgetreten ist. Das Musical ließ ihn auch Jahre später nicht los, und er übernahm die Rolle der bizarren Pflanze auch in der Hanauer Fassung unter der Regie von Benjamin Baumann. Trotz der engen Verbundenheit und der Vertrautheit mit dem Stück als Darsteller, stellte ihn die Rolle als Regisseur vor die Herausforderung, das Stück von Neuem auf den Prüfstand zu stellen. Dazu kommt die eigene Anforderung, das Musical mit dezenten Anspielungen auf den Raum Salzburg dem Publikum schmackhaft zu machen. Der lungernde Horror einer Großstadt sollte allerdings auch das Salzburger Publikum zumindest teilweise spüren. Dabei liegt Thorsten eine enge Beziehung zwischen den Darstellern und dem Publikum am Herzen. Es dürfen und sollen während einer Aufführung Berührungspunkte zwischen der Welt auf der Bühne und dem Raum des Publikums entstehen. „Spaß auf der Bühne überträgt sich auch auf das Publikum.“ Mit diesem Motto fehlt es der Musical Company Austria weder hinter der Bühne noch auf der Bühne an Motivation und Einsatzfreude.

regie marena weller

Regie

Marena Weller

Die Leidenschaft für Tanz, Musik und Schauspiel in Kombination mit Pädagogik hat Marena Weller zu ihrem beruflichen Werdegang als passionierte, am Schauspielhaus Salzburg ausgebildete Schauspielerin und Musik- und Tanzpädagogin mit Masterabschluss des Orff-Instituts der Universität Mozarteum Salzburg beigetragen. Ihre eigene Lebenseinstellung und ihr Feingefühl für Zwischenmenschliches wecken ihre Begeisterung, Entwicklungsprozesse der Darsteller zu begleiten und zu unterstützen. Die individuelle Person steht dabei im Vordergrund. Diese wesentlichen Merkmale ihrer pädagogischen Arbeit unterstreichen Marenas personenorientierte und prozessorientierte Herangehensweise. Partizipative und potentialaufgreifende Regiearbeit ist ihr vordergründigstes Motto. Dabei achtet sie mit größter Sorgfalt auf eine geschützte Vertrauensbasis zu den Darstellern. Diesen will sie mit Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und allem voran Wertfreiheit begegnen. Ausdruckspotential fördern hat einen hohen Stellenwert in Marenas Arbeit und Leben. Es bedarf verschiedenster Umschreibungen und Bilder, um die entsprechenden Emotionen auf der Bühne hervorzurufen. Der Kunst im Allgemeinen steht Marena Weller mit Offenheit und Neugier gegenüber. „Die Kunst erhebt zunächst keinen virtuosen oder performativen Anspruch. Die Ausdrucksmittel der Kunst stehen jedem zur Verfügung und haben auf allen Niveaus ihre Daseins-Berechtigung, solange sie uns persönlich bereichern.“ Der Kleine Horrorladen nimmt dabei für Marena eine besondere Rolle ein. Das Musical hat durch seine mitreißende Dynamik und Musik keine Einstiegsbarrieren, weder für Musical-Kenner noch für Musical-Neulinge.

choreographie marilis sterlinger und verena schlick

Choreographie

Marilis Sterlinger & Verena Schlick

Die Kreativität der beiden Choregraphinnen nimmt im Musical eine herausfordernde Doppelrolle ein. Zum Einen choreographieren Verena und Marilis die Songs, zum Anderen performen sie selbst auf der Bühne. Das stellte das energiegeladene Duo vor künstlerische und persönliche Herausforderungen. Verena verkörpert Chiffon, eine punkige Rock-Göre, deren soulige Stimme ein diszipliniertes Training verlangt. Marilis spielt Ronnette, eine Latina, deren spanischen Akzent sich Marilis aneignen muss. Neben diesen Rollen auf der Bühne gilt eines ganz besonders: „Die Augen sind überall, nicht nur bei einem selbst.“ Deshalb sind klare Spielregeln im bunt gemischten Ensemble unumgänglich. Die beiden Kreativköpfe legen Wert auf detailliertes Beobachten und gemeinsames Reflektieren, denn nur so können die Synchronität der Gruppe als auch die Individualität jedes einzelnen Darstellers ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Verena und Marilis bestehen darauf, „dass bei der ganzen Professionalität die Freude nicht verloren geht.“ Persönliche Erfahrungen, darunter auch eine gemeinsame Reise nach New York, in Kombination mit den eigenen tänzerisch stilistischen Schwerpunkten bilden die Inspirationsquelle für die Choreographien des Musicals. Trotz des strengen Probenplans und des konstanten Zeitdrucks bleiben Verena und Marilis erfinderisch und kreativ, sogar nach gefühlt tausend Wiederholungen der Partitur. Auch wenn sie diese mittlerweile auch im Schlaf kennen, bleiben Spaß und Freude an der Kreativarbeit nicht aus. Lachkrämpfe auf der Bühne sind immer noch vorprogrammiert.

bühnenbilddesign gerald herrmann

Bühnenbilddesign

Gerald Herrmann

Kunst, Werbe-Design, Text, Musik und ein großer Ideenreichtum – das sind die Spezialgebiete von Gerald Herrmann, Künstler-Designer aus Salzburg. Gleichzeitig sind es auch die Gründe, die ihn zur Musical Company Austria führen; das Multitalent bringt die nötigen Fähigkeiten und die gewünschte künstlerische Erfahrung für die Umsetzung des Bühnenbildes mit. Seine konstruktiven Ideen lassen sich in vielen Formen auf der Bühne wieder finden: im digital entworfenen Bühnenbild, in den großzügig designten Planen, im kreativ gestalteten Filmchen und dem selbst bemalten Mobiliar. Trotz zweier abgeschlossener Studien der Philosophie und der Kunstgeschichte zieht es Gerald in Richtung künstlerischer Gestaltung. Das Bühnenbild für Der Kleine Horrorladen stellt den Designer vor eine große Schwierigkeit, nämlich ihn selbst und seine Ungeduld. „Ich habe einfach drauf losgebaut“, berichtet er schmunzelnd. Von seiner Leidenschaft mitgerissen, entstehen anfangs Entwürfe, deren Sinn für die Darsteller gänzlich verborgen bleibt. Im Laufe der Zeit entsteht allerdings ein bespielbares Bühnenbild. Der Schlüssel zum Erfolg ist hierbei ein tiefer Einblick in das Musical. Der Reiz an dieser neuen Herausforderung lässt den Spaß an der Arbeit nicht zu kurz kommen, auch wenn Geralds persönlicher Bezug zur Musik vordergründig in seiner Rockband steckt. Als großer Science-Fiction Fan ist er allerdings von Der Kleine Horrorladen sehr angetan. Insbesondere die Lieder der mysteriösen Pflanze begeistern den 55-jährigen Künstler. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand: Sie teilen den Blues und Welteroberungswünsche.

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